Schloss Mickeln

Ein Ausflug nach Himmelgeist

Im südlich gelegenen Stadtteil Himmelgeist, der erstaundlich ländlich geprägt ist, wartet die Landeshauptstadt Düsseldorf neben weitläufigen Spazierwegen durch die Rheinauen, mit wahren einem Kleinod auf.

Himmelgeist wurde bereits im Jahr 904 erstmals urkundlich erwähnt und ist somit wesentlich älter als Düsseldorf selbst, dem es 1909 zugeordnet wurde. Nachdem das dem Herzog Ludwig von Arenberg gehörende und aus dem Jahr 1210 stammende »Haus Mickeln« 1836 abgebrannt war, wurde das heutige »Schloss Mickeln« errichtet.

Der Architekt Josef Niehaus bediente sich dabei des Stils italienischer Villen aus dem 16. Jahrunderts. Von der nördlichen Freitreppe abgesehen, wurden die knapp 20 Meter messenden vier Seiten des quadratischen Gebäudes gleich gestaltet.

Mehr noch als das Schloss ist der umgebende Park eine Sehenswürdigkeit. Dieser ist das letzte Werk des berühmten Gartenarchtiekten Maximilian Friedrich Weye. Er verfolgte dabei 1843 das Konzept des englischen Landschaftsgartens.

Der optische Effekt der von ihm entworfenen Lindenalle, die sich von einer Breite von acht Metern auf das Doppelte ausdehnt und als Zufahrt zum Schloss dient, gibt dem Gebäude eine wirklich herrschaftliche Erscheinung.

Zwar konnte der damals seitlich im Garten angelegte »pleasure ground« nicht wieder angelegt werden, doch weist der 2002 im Rahmen der EUROGA sanierte Park einige Bäume – Platanen, Buchen, ein Gingko und zwei Libanonzedern – aus der Entstehungszeit auf. Die Libanonzedern sind in der Liste der Düsseldorfer Naturdenkmäler zu finden. Ein wichtiger Teil Weyes Gartenkonzepts waren zudem die im weiteren Umkreis benachbarten Gebäude des Fronhofs, des Gutes Meerhofs und nicht zuletzt die weitläufige Auenlandschaft des Himmelgeister Rheinbogens mit ihren Kopfweiden, die sich unterhalb des Schlossparkts erstreckt.

DUESSEL AQUA empfiehlt sich etwas Zeit für einen längeren Spaziergang durch Himmelgeist, um das Schloss Mickeln und den Himmelgeister Rheinbogen herum zu nehmen. Wer lieber das Fahrrad für einen Ausflug nutzt, ist hier übrigens ebenfalls bestens aufgehoben.