Die Tonhallenpassage

Ein Werk aus 20.000 Dias

Wer mit der U-Bahn an der Haltestelle neben der Tonhalle aussteigt, wer zwischen der Altstadt, der Kunstakademie zum Hofgarten, zur Tonhalle oder den Museen im Ehrenhof wechselt, nutzt die Tonhallenpassage. Was für Passagen dieser Art ungewöhnlich ist: Nicht selten bleiben Passanten in dieser Passage kurz stehen, um sich ein Kunstwerk besonderer Art etwas genauer anzuschauen.

Selten wurde Kunst im öffentlichen Raum so positiv aufgenommen, wie die Installation des 1960 in Düsseldorf geborenen Künstlers Stefan Hoderlein.

Anlässlich der Ausstelleung »hell-grün« während der Euroga 2002 installierte der Schüler von Nam June Paik und Bernd Becher an der Kunstakademie in Düsseldorf seine Dia-Installation, die den Namen »20.001« trägt. Tatsächlich sorgen insgesamt 20.000 Dias für ein angenehm sanftes Licht im eigentlich unwirtlichen Raum und schaffen in ihrer Gesamtheit, schon aus einer gewissen Distanz betrachtet, ein ästhetisch schwingendes Bilderlebnis. Dabei, sollte man gerade die Tonhalle nach einem romantischen Konzert verlassen haben, könnten die Dias, jedes für sich, durchaus ein lautes Kontrastprogramm bieten. Die Einzelbilder stammen aus einem seit den 1980ern wachsenden Fundus des Künstlers, der sich seit dieser Zeit intensiv mit dem Phänomen, der Ausdrucksweise und den Auswirkungen der Techno-Szene beschäftigt, sogar ein Teil derselben ist.

Ohne diesen Hintergrund zu kennen ist »20.001« ein gelungenes Beispiel, wie eine im Regelfall eher lieblos gestaltete Fußgängerpassage zu einem Hingucker werden kann, der nach nun über 17 Jahren noch immer seinen Reiz ausstrahlt.

Kunstinteressierte Besucherinnen und Besucher Düsseldorfs kommen bei ihrem Spaziergang zwischen den Museen der Stadt kaum an die den Straßenverkehr unterquerenden Tonhallenpassage vorbei. Wir von DUESSEL AQUA möchten Sie anregen, das Lichtkunstwerk nicht zu schnell hinter sich zu lassen. Dabei ist es völlig egal, welche Musikrichtung Sie bevorzugen.